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ZahlungsmöglichkeitenMaria Verschoor ist ehemalige Spielerin der niederländischen Hockeynationalmannschaft und Olympiasiegerin. Nach fünfzehn Jahren im Spitzensport lebt sie heute gemeinsam mit ihrer Partnerin Mies in Spanien. In diesem Beitrag schreibt sie darüber, was Freiheit wirklich bedeutet – und warum sie sich manchmal ungewohnt anfühlen kann.


Unter freiem Himmel leben, nicht unter einem Dach
Während ich diesen Text schreibe, liege ich in meiner Hängematte. Jeden Abend habe ich den Sonnenuntergang gesehen, jeden Tag bin ich gesurft, habe gelesen, geschrieben und meditiert. Es ist etwas ganz Besonderes, fast Magisches, so viel Zeit draussen zu verbringen. Eins mit der Natur zu sein und ihr so nah zu leben, schenkt mir ein tiefes Gefühl von Ruhe und Lebendigkeit.
Wenn man morgens aufwacht, führt die erste Tür direkt nach draussen. Es fühlt sich unglaublich frei an. Wir können fahren, wohin wir möchten, und wann wir möchten. Diese Wochen erinnern mich immer wieder daran, dass ich mich draussen am wohlsten fühle. Den ganzen Tag unter freiem Himmel zu verbringen statt unter einem Dach. Dass Komfort nicht immer das ist, was einem wirklich guttut. Im Rhythmus der Natur zu leben hält mich im Hier und Jetzt.
Nach ein paar intensiven Monaten habe ich hier sofort zur Ruhe gefunden. Das Handy weggelegt, ein Buch aufgeschlagen. Plötzlich wurde mir bewusst, wie sehr ich das Leben einfach hatte geschehen lassen, anstatt selbst die Richtung vorzugeben.
Mies und ich sprechen oft darüber, wie offen unser Leben jetzt zum ersten Mal vor uns liegt. Auf einmal gibt es so viel Zeit und Raum, darüber nachzudenken, was wir wirklich möchten.
Ich bin dankbar, dass mir das bewusst ist. Manchmal habe ich Angst davor, durchs Leben zu gehen, ohne wirklich aufmerksam für meine Gedanken und Entscheidungen zu sein. Ich möchte bewusst bleiben, damit ich mein Leben so gestalten kann, wie es sich für mich richtig anfühlt.
Nach fünfzehn Jahren Hockey: plötzlich ganz viel Raum
Nach fünfzehn Jahren Hockey und dreizehn Jahren in der Nationalmannschaft geniesse ich es sehr, jetzt Raum für andere Erfahrungen zu schaffen. Im vergangenen Jahr haben Mies und ich beschlossen, einen Camper zu kaufen, durch Europa zu reisen und nach Spanien zu ziehen, um dort Hockey zu spielen.
Das Leben fühlt sich offen an. Genau danach habe ich mich gesehnt, als ich noch aktiv gespielt habe und all das noch nicht möglich war.
Doch dieser neue Freiraum brachte auch etwas anderes mit sich. Jahrelang wusste ich genau, wer ich war: Hockeyspielerin. Mein Alltag hatte Struktur, meine Ziele waren klar und mein Leben hatte eine feste Richtung. Und plötzlich fiel all das weg.
Wer bin ich jetzt? Was möchte ich tun? Wie möchte ich mein Leben gestalten? Wie soll mein Berufsleben aussehen?
Mit all dem Freiraum kam auch eine gewisse Unruhe. Und jetzt? Die Jahre im Spitzensport, in denen es immer auf das nächste Ziel zuging, begleiteten mich auch nach meiner Karriere weiter. Die Freiheit, die ich mir so lange gewünscht hatte, machte mich zunächst unruhig.
Ich merkte, wie oft meine Gedanken bereits in der Zukunft waren. Und das fand ich schade, denn ich wollte dieses Abenteuer genau jetzt geniessen. Also änderte sich etwas in mir. Ich beschloss, viel mehr Freude an dem zu finden, wo ich heute stehe, und die kleinen Dinge bewusster wahrzunehmen.




Freiheit bedeutet loszulassen und nicht alles zu wissen
Ich glaube fest daran, dass das Universum einen Weg für mich bereithält und dass sich die Dinge so entwickeln, wie sie sich entwickeln sollen. Darauf vertraue ich.
Mit der Zeit wurde dieses Vertrauen stärker und es fiel mir leichter, die Zukunft loszulassen. Ich finde es schön, diesen Freiraum heute mit Ruhe und Vertrauen zu leben, anstatt aus Unruhe oder dem Bedürfnis, mich beweisen zu müssen, direkt das Nächste anzustreben.
Nach all den Jahren im Spitzensport fühlt es sich ungewohnt an, dass heute so vieles nicht mehr sein muss. Alles kann. Ich kann wählen, was sich für mich richtig anfühlt. Das ist unglaublich befreiend. Ich fühle mich wirklich frei – oder zumindest freier als je zuvor.
Hätte man mir vor zwei Jahren erzählt, dass ich heute mit der Liebe meines Lebens in einer Hängematte neben unserem Camper an der spanischen Küste liegen würde, hätte ich es nicht geglaubt. Damals fühlte sich mein Leben ganz anders an. Ich spielte für Amsterdam und die niederländische Nationalmannschaft und dachte nicht daran aufzuhören.
Und dann kam alles anders. Ich verliebte mich in Mies, verabschiedete mich vom Hockey, zog nach Spanien, kaufte einen Camper und ein Zuhause in Strandnähe. Weg von der Stadt. Näher am Meer, an der Natur und an den Dünen. Näher an dem Leben, das wirklich zu mir passt.
Der Wunsch nach Freiheit kann gross sein. Doch Freiheit fühlt sich nicht immer sofort leicht an. Für mich bedeutet echte Freiheit nicht nur, eigene Entscheidungen zu treffen und den eigenen Weg zu gehen. Sie liegt auch in der Ruhe, die man innerhalb dieser Freiheit finden kann.
Freiheit bedeutet loszulassen und zu vertrauen. Loszulassen, alles wissen zu wollen. Loszulassen, was man zu müssen glaubt. Darauf zu vertrauen, dass nicht alles feststehen muss. Darauf zu vertrauen, dass sich der Weg zeigen wird.
Was mich früher unruhig gemacht hat, fühlt sich heute wie Freiheit an.
Kleidung, die sich genauso frei anfühlt
Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich auf Reisen wie dieser immer wieder zu Kleidung greife, die mir genau dieses Gefühl gibt: unkompliziert, mühelos und frei. Pieces, die sich angenehm tragen lassen, Bewegungsfreiheit geben und sich einfach kombinieren lassen. Ein weiches Jogger-Set an einem frischen Morgen oder eine luftige Leinenhose bei einem Spaziergang an der Küste. Einfach, mühelos und genau passend zu dieser Phase meines Lebens.
In Spanien. Frei. Offen für alles, was kommt.
Freiheit bedeutet für mich, das Bedürfnis loszulassen, alles wissen zu wollen, und darauf zu vertrauen, dass sich der eigene Weg zeigen wird.


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